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Klosterkirche Birnau am Bodensee


Klosterkirche Birnau

Am Ufer des Bodensees, zwischen Überlingen / Nußdorf und Uhldingen-Mühlhofen , wurde eine der außergewöhnlichsten und eindrucksvollsten Barockkirchen Süddeutschlands errichtet – die Wallfahrtskirche Birnau. Die Klosterkirche Birnau liegt inmitten einer malerischen Landschaft am Südhang des Überlinger Sees und ist ein Höhepunkt der oberschwäbischen Barockstraße.

Die vordere Fassade wurde parallel zum Seeufer errichtet. Dadurch ist das imposante Bauwerk weithin sichtbar und thront über dem Bodensee.

Das Kircheninnere, welches von Licht durchflutet wird, ist geprägt von zahlreichen barocken Skulpturen, Fresken, Stuckaturen und sieben Altären, die eine harmonische Einheit von Farbe, Form und Licht bilden. Das Innere ist ein atemberaubendes Gesamtkunstwerk, welches den Eindruck einer realen Illusion erweckt. Die beeindruckende circa 80 cm hohe hölzerne Marienstatue (Sitzmadonna) aus dem 15. Jahrhundert befindet sich auf dem Hochaltar. Dem Birnauer Gnadenbild wurde zu früheren Zeiten eine wundertätige Wirkung nachgesagt.

An und in der Kirche befinden sich zehn Uhren, drei Sonnenuhren und die restlichen sieben Uhren werden von einem drei Tonnen schweren Uhrwerk angetrieben. Das Orgelwerk verfügt über drei Manuale sowie 39 Register.
Erbaut wurde die Maria geweihte Basilika in den Jahren 1747 bis 1750. Schöpfer dieses barocken Kunstwerks sind der Baumeister Peter Thumb, der Freskenmaler Gottfried Bernhard Göz sowie Josef Anton Feuchtmayer als Bildhauer, Altarbauer und Stuckateur. Im Jahre 1804 fand der letzte Gottesdienst statt, 1808 wurde die Klosterkirche Birnau am Bodensee geschlossen. Bewegende Jahre folgten, das Inventar wurde verkauft beziehungsweise auf umliegende Kirchen verteilt. Im Jahre 1810 wurde der Dachreiter über dem Chor abgerissen und 1832 die Sakristei.

Im Jahr 1919 erwarb die Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau die Klosterkirche Birnau und das Schloss Maurach, welches sich unterhalb der Kirche am Seeufer befindet. Nach dem Umbau der Wirtschaftsräume und Wiederbeschaffung der Glocken und Orgeln wurde die Basilika Birnau im November 1919 wieder eröffnet. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Kirche erneut geschlossen.
In den Jahren 1964 bis 1969 wurde die Baussubstanz saniert. Die finanziellen Mittel hierfür stammen zum einem von der Katholischen Kirche und der stattlichen Denkmalpflege, zum anderen von einem Förderverein, welcher 1966 gegründet wurde.

Papst Paul VI. verlieh 1971 der Kirche Birnau den Ehrentitel Basilica minor. 1996 begann eine aufwendige Sanierung und im Jahr 2004 konnte die Renovierung der Außenfassade abgeschlossen werden, so dass die Klosterkirche Birnau mittlerweile in neuem Glanz erstrahlt.

Heute ist die Klosterkirche Birnau eine der bekanntesten und beliebtesten Wallfahrtsorte im Raum des Bodensees. Jedes Jahr finden 18 offizielle Wallfahrten statt, die beliebtesten sind die Fatimawallfahrt am 13. eines jeden Monats. Die Kirche ist zudem ein geschätzter Ort für Hochzeiten und Konzerte. Die Terrasse vor der Kirche gewährt einen reizvollen Blick auf den Bodensee und die Umgebung.

Verschiedene Hotels am Bodensee dienen den unzähligen Besuchern als Unterkunft und sorgen für deren leibliches Wohl. Interessante Ausflugsziele in der Umgebung und Informationen zu den Hotels finden Reisewillige unter Hotel-Bodensee.com, dort gibt es zudem die Möglichkeit ein Zimmer zu reservieren.



S.(0-50)                                                                                            zurück zur Übersicht




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